Kandidaturen#Landtagswahl Baden-Württemberg 2016 Ergebnisse Wahlkreise spätestens 2023

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Die Ergebnisse der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 wurden in jedem Wahlkreis getrennt ausgewertet. In jedem Wahlkreis wurden die Stimmen für die einzelnen Parteien gezählt und die Anzahl der Sitze im Landtag verteilt. Die Ergebnisse der Wahlkreise finden Sie unter folgendem Link:

https://www.landtag-bw.de/de/aktuelles/wahlen/landtagswahl-2016/ergebnisse-wahlkreise/

Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016

2011Landtagswahl 20162021
Wahlbeteiligung: 70,4 %
 %
40
30
20
10
0
30,3
27,0
15,1
12,7
8,3
2,9
1,0
2,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+6,1
−12,0
+15,1
−10,4
+3,0
+0,1
+1,0
−2,9

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 am 13. März 2016 war die 16. Wahl zum Landtag von Baden-Württemberg. Am selben Tag fanden auch Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt statt.

Die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurden erstmals in der deutschen Geschichte stärkste Kraft auf Landesebene, während die zweite Regierungspartei SPD auf den vierten Rang abrutschte, noch hinter der neu in den Landtag eingezogenen AfD, so dass Grün-Rot die Mehrheit im Land verlor. Die erstmals auf Platz 2 abgerutschte oppositionelle CDU verbuchte in ihrem Stammland das zu diesem Zeitpunkt mit Abstand schlechteste Ergebnis.

Da die FDP die Teilnahme an einer Ampel-Koalition und wiederum die SPD die Teilnahme an einer Deutschland-Koalition ablehnte, wurde in Folge der Wahl eine Große Koalition aus Grünen und CDU gebildet, wodurch Kretschmann mit seinem zweiten Kabinett Ministerpräsident blieb. Nach dem Kabinett Bouffier II in Hessen handelte es sich um die zweite gemeinsame Koalition beider Parteien in einem Flächenland.

Ausgangslage

Seit der Landtagswahl 2011, bei der die CDU mit 39 % die meisten Stimmen erhielt, regierte eine Koalition aus Bündnis 90/Die Grünen (24,2 %) und SPD (23,1 %) unter der Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Als vierte Partei zog 2011 die FDP (5,3 %) in den Landtag ein. Die Wahlbeteiligung lag bei 66,3 %.

Wahlrecht

Im Gegensatz zu allen anderen Ländern gibt es bei Landtagswahlen in Baden-Württemberg keine Listenwahl. Vielmehr können die Wähler in den 70 Wahlkreisen für einen der Direktkandidaten stimmen, die für Parteien oder als Einzelkandidaten antreten. Ein Wahlvorschlag kann neben dem Bewerber auch einen Ersatzbewerber enthalten.

Für die Verteilung der Mandate werden für jede Partei die Stimmen zusammengezählt, die auf ihre Kandidaten entfallen. Berücksichtigt werden bei der Verteilung nur diejenigen Parteien, auf die mindestens 5 % der Stimmen entfallen. Die 120 Mandate werden proportional auf diese Parteien verteilt. Danach werden für jede Partei ihre Mandate auf die vier Regierungsbezirke verteilt. In den Wahlkreisen gewählt ist derjenige Kandidat, auf den die relative Mehrheit der Stimmen entfällt (Erstmandate). Erhält eine Partei in einem Regierungsbezirk mehr Mandate, als sie dort Erstmandate gewonnen hat, werden die übrigen Sitze ihren in diesem Regierungsbezirk nicht direkt gewählten Kandidaten in absteigender Reihenfolge der Stimmenanteile im Wahlkreis zugeteilt (Zweitmandate). Erhält eine Partei dagegen mehr Erstmandate, als ihr eigentlich Mandate zustehen, erhöht sich dadurch und durch die Verteilung von Ausgleichsmandaten an die anderen Parteien die Anzahl der Sitze insgesamt entsprechend (Überhangmandate).

Kandidaturen

Wahlvorschläge mussten bis zum 59. Tag vor der Wahl (14. Januar 2016) 18 Uhr bei den jeweiligen Kreiswahlleitern eingereicht werden. Pro Wahlvorschlag waren 150 Unterstützungsunterschriften erforderlich. Davon ausgenommen waren die Parteien, die vor der Wahl im Landtag vertreten sind. Dies waren:

Folgende zuvor nicht im Landtag vertretene Parteien traten in allen Wahlkreisen an:

Wahlziele der Parteien

Das Wahlziel der CDU war die Beendigung der grün-roten Landesregierung und die Übernahme der Regierungsverantwortung durch ihren Spitzenkandidaten Guido Wolf. Thematisch sollten die Bildungspolitik, die innere Sicherheit und das Thema Infrastruktur, einschließlich schnelles Internet, im Mittelpunkt stehen. Das Wahlkampfbudget umfasste 2 bis 2,5 Millionen Euro. Wunschkoalitionspartner war die FDP – eine Koalition mit der AfD wurde ausgeschlossen.

Die Grünen strebten den Machterhalt ihres Spitzenkandidaten Winfried Kretschmann an. Thematisch wollten sie auf Energie, Wirtschaft und Bildung setzen. Für den Wahlkampf veranschlagte der Landesverband rund eine Million Euro. Wunschkoalitionspartner blieb die SPD – aber auch die Beteiligung als kleinerer Partner in einer Koalition mit der CDU wurde nicht ausgeschlossen.

Die SPD wollte Wahlanteile gewinnen, um die bestehende Regierungskoalition mit den Grünen weiterführen zu können. Thematisch standen vor allem „gute Arbeit“, Bildungsgerechtigkeit und Zeit für Familie im Mittelpunkt. Das Budget umfasste rund 2,2 Millionen Euro.

Das Wahlziel der FDP war der Wiedereinzug in den Landtag mit möglicher Regierungsbeteiligung. Für ihre Kampagne unter dem Motto „Der nächste Schritt für unser Land“ hatte die Partei rund 500.000 Euro zur Verfügung. Thematisch standen eine bessere Bildung, die Stärkung des Wirtschaftsstandorts und die Verbesserung der Mobilität im Fokus.

Die AfD strebte den erstmaligen Einzug in den Landtag an. Neben Bildung, Sicherheit und Energiewende sah ihr Spitzenkandidat Jörg Meuthen die Flüchtlingspolitik als wichtiges Wahlkampfthema.

Umfragen

Institut Datum CDU Grüne SPD FDP Linke AfD Sonst.
Landtagswahl 2016 13.03.2016 27,0 % 30,3 % 12,7 % 8,3 % 2,9 % 15,1 % 3,7 %
Forschungsgruppe Wahlen 10.03.2016 29 % 32 % 14 % 6 % 4 % 11 % 4 %
YouGov 10.03.2016 30 % 32 % 12 % 8 % 4 % 11 % 3 %
Forsa 09.03.2016 27 % 32 % 16 % 7 % 3 % 11 % 4 %
INSA 07.03.2016 28,5 % 33,5 % 12,5 % 6 % 3 % 12,5 % 4 %
Forschungsgruppe Wahlen 04.03.2016 30 % 32 % 13 % 7 % 4 % 11 % 3 %
Infratest dimap 03.03.2016 28 % 32 % 13 % 8 % 4 % 13 % 2 %
INSA 28.02.2016 30 % 30,5 % 16,5 % 6,5 % 3,5 % 9 % 4 %
Forsa 26.02.2016 30 % 30 % 16 % 6 % 3 % 11 % 4 %
INSA 22.02.2016 30 % 30,5 % 16 % 7 % 3 % 10 % 3,5 %
Infratest dimap 18.02.2016 31 % 28 % 14 % 8 % 4 % 12 % 3 %
Customer Research 42 12.02.2016 33,1 % 26,1 % 15,6 % 5,1 % 5,5 % 10,5 % 4,1 %
INSA 05.02.2016 33,5 % 28,5 % 13,5 % 7 % 3,5 % 10 % 4 %
Forschungsgruppe Wahlen 21.01.2016 34 % 28 % 15 % 6 % 3 % 11 % 3 %
INSA 20.01.2016 35 % 29 % 13 % 6,5 % 2,5 % 11,5 % 2,5 %
Infratest dimap 14.01.2016 35 % 28 % 15 % 6 % 3 % 10 % 3 %
Forsa 15.12.2015 35 % 28 % 19 % 5 % 3 % 7 % 3 %
Infratest dimap 03.12.2015 37 % 25 % 18 % 5 % 4 % 8 % 3 %
Forschungsgruppe Wahlen 20.11.2015 37 % 27 % 18 % 5 % 3 % 6 % 4 %
INSA 09.10.2015 40 % 24 % 16 % 5 % 5 % 8 % 2 %
Infratest dimap 24.09.2015 39 % 26 % 17 % 5 % 4 % 5 % 4 %
Allensbach 11.09.2015 40,5 % 24 % 20 % 4,5 % 4 % 3 % 4 %
Forsa 12.05.2015 38 % 26 % 20 % 4 % 4 % 4 % 4 %
Infratest dimap 26.03.2015 38 % 25 % 18 % 5 % 5 % 4 % 5 %
Infratest dimap 13.11.2014 41 % 22 % 20 % 3 % 4 % 5 % 5 %
Infratest dimap 17.09.2014 41 % 23 % 19 % 4 % 4 % 4 %
Europawahl in Baden-Württemberg 25.05.2014 39,3 % 13,2 % 23 % 4,1 % 3,6 % 7,9 % 9,9 %
Bundestagswahl in Baden-Württemberg 22.09.2013 45,7 % 11 % 20,6 % 6,2 % 4,8 % 5,2 % 6,6 %
Landtagswahl 2011 27.03.2011 39,0 % 24,2 % 23,1 % 5,3 % 2,8 % n. k. 5,6 %
Ältere Umfragen
Institut Datum CDU Grüne SPD FDP Linke Piraten AfD Sonst.
Europawahl in Baden-Württemberg 25.05.2014 39,3 % 13,2 % 23 % 4,1 % 3,6 % 2,2 % 7,9 % 7,7 %
Infratest dimap 13.05.2014 41 % 21 % 20 % 3 % 4 % 6 % 5 %
Infratest dimap 07.11.2013 43 % 22 % 19 % 4 % 4 % 5 % 3 %
Bundestagswahl in Baden-Württemberg 22.09.2013 45,7 % 11 % 20,6 % 6,2 % 4,8 % 2,3 % 5,2 % 4,3 %
Infratest dimap 16.05.2013 39 % 28 % 19 % 4 % 2 % 3 % 2 % 3 %
Infratest dimap 10.05.2012 37 % 28 % 21 % 4 % 2 % 6 % 2 %
Emnid 20.11.2011 34 % 32 % 20 % 4 % 3 % 4 %
Infratest dimap 17.11.2011 37 % 29 % 22 % 3 % 2 % 4 % 3 %
Infratest dimap 18.08.2011 36 % 29 % 23 % 4 % 3 % 5 %
Forsa 04.05.2011 36 % 30 % 22 % 4 % 2 %
Landtagswahl 2011 27.03.2011 39,0 % 24,2 % 23,1 % 5,3 % 2,8 % 2,1 % n. k. 3,5 %

Fernsehdebatten

Aufgrund der Wahlergebnisse bei der letzten Landtagswahl sah der SWR „aus rechtlichen und journalistischen Gesichtspunkten“ von einem „klassischen Fernsehduell“ mit den Spitzenkandidaten der beiden stärksten Parteien (CDU und Grüne) ab. Anstelle des Duells sollte eine Sendung mit den Spitzenkandidaten der drei größten Parteien (CDU, Grüne und SPD) stattfinden. Dabei wäre die im Landtag vertretene FDP von der Sendung ausgeschlossen worden. Der FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke drohte deswegen im Juli 2015 mit einer Klage vor dem Staatsgerichtshof. Der CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf solidarisierte sich mit ihm und lehnte eine Teilnahme an der Sendung seinerseits ab. In der Folge wurde die Sendung vom SWR ersatzlos abgesagt.

Eine mögliche Teilnahme des AfD-Spitzenkandidaten Jörg Meuthen an einer geplanten Diskussionsrunde (Elefantenrunde) des SWR führte im Dezember 2015 zu einem Konflikt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und der SPD-Vizeregierungschef Nils Schmid kündigten ihre Absage an, falls ein Vertreter der AfD in die Sendung eingeladen würde. Der SWR kritisierte diese Entscheidung und entschied Mitte Januar 2016 widerwillig, die AfD nicht einzuladen. Diese Entscheidung wiederum wurde als ein Resultat einer Erpressung der Medien durch die Politik kritisiert und als schädlich für die Demokratie bezeichnet. Nach einem öffentlichen Appell des SWR an alle Parteien, sich der öffentlichen Diskussion zu stellen, sagten Kretschmann und Schmid ihre Teilnahme Ende Januar dann doch zu.

Am 14. Januar 2016 fand im SWR ein als „Streitgespräch“ bezeichnetes 45-minütiges TV-Duell zwischen Kretschmann und Wolf statt, das von Clemens Bratzler moderiert wurde. Zu einem weiteren 90-minütigen Duell kam es am 20. Januar. Es wurde von Wieland Backes und Michael Zeiß moderiert.

Zwischenfall

Zu Beginn des Wahlkampfes wurde in Karlsruhe der Mitarbeiter einer von der AfD beauftragten Werbeagentur von Unbekannten mit einer Pistole beschossen.

Ergebnis

2016 2011 Veränderung
Partei Stimmen % Kreis-
wahl-
vor-
schläge
Direkt-
man-
date
Sitze Stimmen % Sitze Stimmen %-Pkte. Sitze
GRÜNE 1.623.107 30,27 70 46 47 1.206.182 24,20 36 +416.925 +6,07 +11
CDU 1.447.462 27,00 70 22 42 1.943.912 39,01 60 −496.650 −12,01 −18
AfD 809.564 15,10 70 2 23 +809.564 +15,10 +23
SPD 679.727 12,68 70 19 1.152.594 23,13 35 −472.867 −10,45 −16
FDP 445.498 8,31 70 12 262.784 5,27 7 +182.714 +3,04 +5
DIE LINKE 156.240 2,91 70 139.700 2,80 +16.540 +0,11
ALFA 54.713 1,02 70 +54.713 +1,02
ÖDP 38.517 0,72 65 42.539 0,85 −4.022 −0,14
NPD 23.609 0,44 66 48.227 0,97 −24.618 −0,53
Piraten 21.775 0,41 31 103.618 2,08 −81.843 −1,67
Tierschutzpartei 17.488 0,33 20 +17.488 +0,33
REP 17.475 0,33 70 56.723 1,14 −39.248 −0,81
Die PARTEI 17.048 0,32 25 384 0,01 +16.664 +0,31
FREIE WÄHLER 4.647 0,09 5 +4.647 +0,09
Menschliche Welt 877 0,02 2 +877 +0,02
DIE RECHTE 718 0,01 9 +718 +0,01
Bündnis C 602 0,01 1 +602 +0,01
Tierschutzallianz 480 0,01 1 +480 +0,01
Die Einheit 214 0,00 1 +214 +0,00
BüSo 166 0,00 4 307 0,01 −141 −0,00
DKP 144 0,00 1 +39 +0,00
Arminius-Bund 49 0,00 1 +49 +0,00
Einzelbewerber 1.130 0,02 3 2.368 0,05 −1.238 −0,03
sonstige Parteien 2011 24.276 0,49 −24.276 −0,49
total
gültige Stimmen
5.361.250
 
100,00
99,06
795
 
70
 
143
 
4.983.719
 
100,00
98,65
138
 
+377.531
 
 
+0,41
+5
 
ungültige Stimmen 50.695 0,94 68.222 1,35 −17.527 −0,41
Wähler
Wahlbeteiligung
5.411.945
 
100,00
70,44
5.051.941
 
100,00
66,27
+360.004
 
 
+4,16
Wahlberechtigte 7.683.464 100,00 7.622.873 100,00 +60.591
Ergebnisse nach Regierungsbezirken
Regierungsbezirk
Stuttgart
Regierungsbezirk
Karlsruhe
Regierungsbezirk
Freiburg
Regierungsbezirk
Tübingen
Anzahl/
Stimmen
% Kreis-
wahl-
vor-
schläge
Direkt-
man-
date
Sitze Anzahl/
Stimmen
% Kreis-
wahl-
vor-
schläge
Direkt-
man-
date
Sitze Anzahl/
Stimmen
% Kreis-
wahl-
vor-
schläge
Direkt-
man-
date
Sitze Anzahl/
Stimmen
% Kreis-
wahl-
vor-
schläge
Direkt-
man-
date
Sitze
Wahlberechtigte 2.800.541 1.950.971 1.612.770 1.319.182
Wähler 2.013.588 71,9 1.358.467 69,6 1.106.832 68,6 933.058 70,7
Gültige Stimmen 1.995.861 99,1 1.344.609 99,0 1.095.969 99,0 924.811 99,1
Grüne 590.131 29,6 26 18 18 377.566 28,1 19 12 12 361.087 32,9 14 10 10 294.323 31,8 11 6 7
CDU 525.399 26,3 26 8 16 348.271 25,9 19 5 11 299.631 27,3 14 4 8 274.161 29,6 11 5 7
AfD 305.676 15,3 26 9 230.983 17,2 19 2 7 142.460 13,0 14 4 130.445 14,1 11 3
SPD 267.966 13,4 26 8 184.564 13,7 19 6 132.025 12,0 14 3 95.172 10,3 11 2
FDP/DVP 177.578 8,9 26 5 111.143 8,3 19 3 83.151 7,6 14 2 73.626 8,0 11 2
Die Linke 56.208 2,8 26 42.050 3,1 19 33.288 3,0 14 24.694 2,7 11
ALFA 19.453 1,0 26 15.823 1,2 19 10.302 0,9 14 9.135 1,0 11
ÖDP 13.656 0,7 24 7.504 0,6 16 8.226 0,8 14 9.131 1,0 11
NPD 8.978 0,4 25 5.824 0,4 17 4.855 0,4 13 3.952 0,4 11
Piraten 12.046 0,6 17 4.797 0,4 7 2.615 0,2 4 2.317 0,3 3
Tierschutzpartei 5.183 0,3 7 4.620 0,3 5 7.685 0,7 8
REP 7.335 0,4 26 3.994 0,3 19 3.058 0,3 14 3.088 0,3 11
Die PARTEI 5.112 0,3 8 6.219 0,5 8 3.297 0,3 5 2.420 0,3 4
Freie Wähler 3.595 0,3 4 1.052 0,1 1
Übrige Parteien 428 0,0 6 1.251 0,1 10 694 0,1 2 877 0,1 2
Einzelbewerber 712 0,0 2 418 0,0 1
Überhang- und
Ausgleichsmandate
Grüne: 4 Überhangmandate
CDU: 3 Ausgleichsmandate
AfD: 2 Ausgleichsmandate
SPD: 1 Ausgleichsmandat
FDP: 1 Ausgleichsmandat
Grüne: 3 Überhangmandate
CDU: 3 Ausgleichsmandate
AfD: 1 Ausgleichsmandat
SPD: 2 Ausgleichsmandate
Grüne: 1 Überhangmandat
CDU: 1 Ausgleichsmandat
AfD: 1 Ausgleichsmandat
a Die Rechte 118 Stimmen (ein Kreiswahlvorschlag), BüSo 166 Stimmen (4 Kreiswahlvorschläge), DKP 144 Stimmen (ein Kreiswahlvorschlag)
b Die Rechte 600 Stimmen (8 Kreiswahlvorschläge), Bündnis C 602 Stimmen (ein Kreiswahlvorschlag (Wahlkreis Enz)), Arminius-Bund (Arminius-Bund des deutschen Volkes, eine rechtsextreme deutsche Kleinstpartei, die sich insbesondere an russlanddeutsche Umsiedler wendet) 49 Stimmen (ein Kreiswahlvorschlag (Wahlkreis Pforzheim))
c Tierschutzallianz 480 Stimmen (ein Kreiswahlvorschlag), Die Einheit 214 Stimmen (ein Kreiswahlvorschlag)
d Menschliche Welt

Bei dieser Wahl wurden die Grünen zum ersten Mal in einer Landtagswahl stärkste Partei, während CDU und SPD jeweils das schlechteste Ergebnis in Baden-Württemberg erzielten. Nach massiven Verlusten lag die CDU mit 27,0 % hinter den Grünen, die deutlich auf 30,3 % zulegten. Die AfD erreichte auf Anhieb 15,1 % der Stimmen, eine starke Steigerung im Vergleich zu bisherigen deutschen Landtagswahlen und seither ihr Rekordergebnis in einem westdeutschen Bundesland, und wurde somit drittgrößte Fraktion. Die SPD stürzte auf 12,7 % der Stimmen ab, während die FDP sich leicht auf 8,3 % verbesserte. Insbesondere das schlechte Abschneiden der früheren Volksparteien CDU und SPD sowie das Rekord-Ergebnis der AfD wurden von den Umfragen im Vorfeld nicht in diesem Ausmaß abgebildet, weshalb das Wahlergebnis eine Sensation darstellte. Die Grünen konnten 46 von 70 Wahlkreisen gewinnen (2011: 9), die CDU nur noch 22 statt 60, und die SPD verlor ihr letztes Direktmandat in Mannheim an die AfD, die auch den Wahlkreis Pforzheim eroberte und damit über zwei Direktmandate verfügt.

Regierungsbildung

Parteien Sitze
Absolute Mehrheit (≥ 72 Sitze)
       Grüne, CDU 89
            Grüne, SPD, FDP 78
           CDU, SPD, FDP 73
Sitze gesamt 154

Die bisherige Regierungskoalition aus Grünen und SPD verlor die Mehrheit, weshalb die Grünen sowohl mit SPD und FDP als auch mit der CDU sondierten. Eine Zusammenarbeit mit der AfD wurde von allen anderen Parteien ausgeschlossen. Eine Ampelkoalition lehnte die FDP wegen zu großer Differenzen ab. Die von der FDP favorisierte schwarz-rot-gelbe Koalition unter dem CDU-Ministerpräsidentenkandidaten Guido Wolf wurde von der SPD ausgeschlossen.
Nach mehreren Sondierungsgesprächen beschlossen Grüne und CDU den Beginn von Koalitionsverhandlungen für eine „Kiwi-Koalition“, die am 1. April 2016 begannen, wobei dies bei der CDU mit einem Führungswechsel zu Gunsten von Thomas Strobl einherging. Am 1. Mai stand der grün-schwarze Koalitionsvertrag. Am 12. Mai wurde Winfried Kretschmann mit 82 Stimmen erneut zum Ministerpräsidenten gewählt. Er erhielt sieben Stimmen weniger, als die Regierungskoalition über Sitze verfügt.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Video über Kandidaturen#Landtagswahl Baden-Württemberg 2016 Ergebnisse Wahlkreise

Die Ergebnisse der Landtagswahl in Baden-Württemberg

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– Neuabmischung
#Landtagswahl #BadenWürttemberg

Die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg mit einem bundesweiten Rekordergebnis gewonnen und können sich die Koalitionspartner aussuchen. Die bisher mitregierende Südwest-CDU stürzte am Sonntag in ihrer einstigen Hochburg auf das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte.
Die grün-schwarze Koalition könnte zwar weiterregieren, die Grünen haben aber auch die Möglichkeit, mit SPD und FDP ein Ampel-Bündnis zu bilden. Eine Neuauflage der grün-roten Koalition war am Sonntagabend noch in Reichweite. Grün-Rot regierte zwischen 2011 und 2016 schon einmal. Die AfD verliert deutlich und landet hinter SPD und FDP nur auf Rang fünf.

Mehr dazu in unserem Artikel: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.landtagswahl-baden-wuerttemberg-gruene-auf-dem-weg-zur-baden-wuerttemberg-partei.80b5236e-58be-49db-9536-4b884e25f203.html

#Landtagswahl #BadenWürttemberg #Ergebnisse

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Quelle: de.wikipedia.org

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